Was ich für eine Entschuldigung halte, kann mein Partner ganz anders sehen. Und gleichzeitig kann es sein, dass mein Partner meint, er hat sich entschuldigt und bei uns ist es nicht angekommen.

Gary Chapman hat ein schönes Buch geschrieben: „Die fünf Sprachen des Verzeihens“.

Warum es in einer Partnerschaft so wichtig ist, verzeihen zu können

Verzeihen zu können ist heilsam für uns selbst und für unsere Beziehung. Und vor allem – glückliche Paare können verzeihen.

Welche Sprache des Verzeihens sprichst du? Kennst du die Sprache deines Partners?

Wie sind nun die fünf Sprachen des Verzeihens?

1. Das Eingeständnis - „Es tut mir leid“

Das Eingeständnis, einen Fehler gemacht zu haben und darunter zu leiden: „Es tut mir leid, was ich getan habe.“

Natürlich muss dieses „Es tut mir leid“ ehrlich gemeint sein und nicht so daher gesagt. Auch die Körpersprache muss dazu passen.

Menschen, die diese Sprache des Verzeihens sprechen hören z. B. gerne: „Es tut mir aufrichtig leid, was ich dir angetan habe. Verzeih mir, dass ich so unsensibel war.“

Die Grundlage, um Verzeihen zu können ist eine gesunde Selbstliebe.

2. Die Verantwortung - „Es war mein Fehler“

Die Verantwortung dafür übernehmen, einen Fehler gemacht zu haben. Zuzugeben, die Verantwortung für die eigenen Fehler zu tragen.

„Ich habe einen Fehler gemacht. Ich hätte vorher überlegen sollen, was ich sage.“

Manche Menschen entschuldigen ihr Verhalten, indem sie anderen die Schuld dafür anlasten. „Hättest du mich nicht so gereizt, hätte ich nicht…“.

Wer Verantwortung für seine Fehler übernimmt, gesteht sich Schwächen ein und das bedeutet, Stärke zu zeigen.
„Ich habe wieder den gleichen Fehler gemacht, obwohl wir schon darüber gesprochen haben. Es tut mir leid.“
„Ich habe mich im Ton vergriffen und hatte zudem noch unrecht. Ich war wütend und wollte mich rechtfertigen. Ich hoffe du kannst mir verzeihen.“

3. Die Wiedergutmachung - „Wie kann ich das wiedergutmachen?“

In manchen Fällen ist eine Wiedergutmachung einfach. Ist z. B. ein finanzieller Schaden entstanden, kann dieser beglichen werden.

In anderen Fällen kann dies schon schwieriger sein. Hier stellt sich beispielsweise die Frage: „Was kann ich tun, damit du mir glaubst, dass ich dich noch immer liebe?“.

Menschen, die die Sprache der Wiedergutmachung sprechen warten auf Zeichen, die ihnen zeigen, dass sie noch immer geliebt werden.
„Ich weiß, dass ich dich tief verletzt habe und möchte dir gerne etwas zukommen lassen, um den zugefügten Schmerz etwas zu lindern. Was würdest du für angemessen halten?“
„Ich bedaure sehr, was ich getan habe. Gibt es irgendetwas was ich dir Gutes tun könnte?“

 

Die Qualität der Gnade erschöpft sich nicht. Sie fällt herab wie der sanfte Regen vom Himmel her. Ein zweifacher Segen ist sie: Sie segnet den, der gibt, und den, der nimmt.

William Shakespeare

 

4. Der Sinneswandel - „Es soll nicht wieder vorkommen.“

Für Menschen, die diese Sprache des Verzeihens sprechen, ist es wichtig zu erfahren, ob der Partner die Absicht hat, sich zu ändern.

Allerdings ist es schwierig, einen Sinneswandel zu bekunden, wenn man sein Fehlverhalten (noch) nicht einsieht und glaubt im Recht zu sein.

Maren erzählte uns, dass ihr Partner Joachim stundenlang zu Hause am Computer sitzt und die Welt um sich herum vergisst. Und dabei eben auch die Kinder, denen er versprochen hat, etwas mit ihnen zu unternehmen. Joachim verspricht immer wieder, die geplanten Ausflüge mit den Kindern zu machen. Und dann vergisst er wieder die Zeit. Den beiden hat geholfen, dass Joachim sich die Termine in den Kalender geschrieben hat und eine Erinnerung auf dem Handy eingerichtet hat.
Er hat „Es soll nicht wieder vorkommen“, wirklich ernst gemeint, sich aufrichtig bemüht und es dann jedoch nicht umgesetzt bekommen.

„Ich weiß, dass mein Verhalten nicht ok ist. Was soll ich deiner Meinung nach anders machen?“
„Ich weiß, dass ich dich mit meinen Verhalten verletzt habe. Wenn du Vorschläge hast, was mir helfen würde, mich zu ändern, dann sag es mir bitte.“

5. Die Vergebung - „Willst du mir vergeben?“

Wer um Vergebung gebeten werden will, sehnt sich danach, die Beziehung von Grund auf wiederherzustellen. Und die Bitte nach Vergebung ist ein Schuldeingeständnis.

Vergebung ist ein Prozess und die Bitte nach Vergebung ist keine Lappalie. Denn wer vergibt, verzichtet auf Ausgleich. Die Enttäuschung, der Ärger und die Wut müssen verarbeitet werden.

„Es tut mir leid was ich getan habe. Ich weiß, dass das nicht ok war, und ich möchte dich deshalb um Vergebung bitten.“
„Ich wollte dich nicht verletzen. Ich werde es nie wieder tun. Ich wünschte, du könntest mir vergeben.“

Die Entscheidung zu verzeihen bzw. zu vergeben beginnt im Kopf

Verzeihen ist ein Prozess

Die Entscheidung, dass wir unserem Partner verzeihen wollen, ist eine mentale Entscheidung.

Damit ist allerdings noch nicht verziehen und vergeben. Denn diese Entscheidung, zu verzeihen setzt einen Prozess in Gang.
Und dieser Prozess kann Stunden, Tage, Monate oder Jahre dauern.

Bei Kleinigkeiten ist oft schon mit der Entscheidung, dass wir unserem Partner verzeihen wollen, verziehen. Handelt es sich allerdings um größere Verletzungen oder Vertrauensbrüche können von der Entscheidung zu verzeihen bis wir endgültig verziehen haben, Monate oder Jahre vergehen.

Du schaffst es nicht, deinem Partner zu verzeihen oder weißt nicht, ob du es überhaupt willst? Gerne unterstützen wir dich/euch mit einem Coaching. Entweder online oder bei uns vor Ort in Schwäbisch Hall.

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Roberto und Cornelia Theresia Rahl

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